gpe mit Inklusionszertifikat ausgezeichnet

Bei einer kleinen Feierstunde erhielt die gpe das „Zertifikat für erfolgreiche Inklusion“ der Bundesagentur für Arbeit. Die Urkunde gilt als Anerkennung für Unternehmen, die sich mit Ihrer Unternehmensphilosophie und in der Gestaltung Ihrer Personalrekrutierung bereits seit langer Zeit um das Wohl von Menschen mit Behinderungen kümmern.

„Diese Auszeichnung soll das bisherige Engagement ausdrücklich würdigen und Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der betroffenen Menschen aussprechen“ so Heike Strack, Vorsitzende der Geschäftsführung.

„Ich freue mich, dass wir mit der Verleihung des Zertifikats das Thema Inklusion ins Rampenlicht rücken können und Beispiele gelebter Teilhabe aufzeigen. Denn durch kreative Lösungen und sofern notwendig, auch unter Ausnutzung technisch zur Verfügung stehender Hilfsmittel, können viele Arbeitsplätze so gestaltet werden, dass sie auch mit Handicap bewerkstelligt werden können.“

Jörg Greis, Geschäftsführer der gpe, war indes auch vollen Lobes für die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. „Ich möchte mich an dieser Stelle besonders bei dem gesamten Reha-Team der Bundesagentur für Arbeit bedanken. Ohne ihre Förderung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben wäre unser Weg deutlich schwerer zu gehen“, so Greis.

Neben der gpe wurden auch die Zentralstelle für Polizeitechnik Mainz und das Hildegardforum in Bingen mit dem Zertifikat ausgezeichnet.

Für alle Beteiligten stand am Ende fest: Es lohnt sich in Menschen zu investieren!

 

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CAP-Märkte der gpe in Mainz-Weisenau und Jugenheim/Rheinhessen schließen

Die gpe muss aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die CAP-Märkte in Mainz-Weisenau und Jugenheim/Rheinhessen schließen.

Gestiegene Lebensmittelpreise führten bundesweit zu einem verändertem Konsumentenverhalten. Es werden zunehmend „Whitelabel“ Produkte, also Eigenmarken, gekauft. Damit sinkt die Gewinnmarge. Bei gleichbleibenden Wert des Einkaufsbons, aber kontinuierlich sinkenden Kundenzahlen und steigenden Energie- und Lohnkosten, entsteht ein erhebliches Defizit. Dies macht es der gpe unmöglich, die Märkte weiterhin als Inklusionsbetriebe zu betreiben.

Mit Vorlage des wirtschaftlichen Halbjahresergebnisses, welches für beide CAP-Märkte jeweils ein Defizit im sechsstelligen Bereich ausweist, musste die Entscheidung getroffen werden, diese zu schließen.

Inklusionsbetriebe sind Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes mit besonderem sozialen Auftrag. Sie unterliegen den ganz normalen marktwirtwirtschaftlichen Gegebenheiten. Zwischen 25 % und 50 % des Personals sind Menschen mit Behinderung. Inklusionsbetriebe haben daher oftmals einen höheren Personaleinsatz, da nicht alle Mitarbeiter mit Behinderung die volle Arbeitsleistung erbringen können.

Den Mitarbeitenden des CAP-Marktes Jugenheim wurde dieser Entschluss Ende  Juli mitgeteilt, die Schließung erfolgt zum 31.10.24.

Seit dem Zeitpunkt der Bekanntgabe stehen die Mitarbeitenden täglich unter Druck, sich vor Kunden rechtfertigen zu müssen. Zudem werden sie mit Gerüchten und Spekulationen konfrontiert, wie beispielsweise, dass der Markt bewusst nicht mehr vollständig beliefert werde, wenn mal ein Artikel ausgeht, oder dass technische Mängel absichtlich nicht behoben würden. Dies führt zu einer zusätzlichen und erheblichen Belastung für die Mitarbeitenden, die sich selbstverständlich Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen.

Um eine solche Situation in Weisenau zu vermeiden, haben wir uns entschieden, die Mitarbeitenden zeitnah vor der Schließung zu informieren. Und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem klar war, dass für alle eine Weiterbeschäftigung innerhalb der gpe gesichert werden kann. Diese Entscheidung trägt dazu bei, den psychischen Druck auf unsere Mitarbeitenden zu minimieren und ihnen gleichzeitig die Sicherheit zu geben, dass sie auch weiterhin ein Teil unseres Unternehmens bleiben werden. Es wird daher keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Als gpe sind wir immer bestrebt neue Arbeitsplätze für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung zu generieren und zu schaffen. Die Schließung von Betriebsstätten ist auch für uns ein sehr schwerer Schritt.